Die Rückkehr der Jediritter muss aufgrund technischer Schwierigkeiten leider verschoben werden
Am vergangenen Sonntag, dem 1.2.2026, empfingen sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft des VCF jeweils zwei hochmotivierte Rivalen in den heimischen Hallen. Zur Primetime am schönsten Tag der Woche waren alle Krieger des Widerstands bereit, die Truppen des Imperators in die Flucht zu schlagen.
Das erste Kräftemessen ging gegen Zwickau, die mit einer sehr erfahrenen Mannschaft und vor allem einem regelrechten Überflieger anreisten – einer Lufthoheit, die nostalgische Erinnerungen an Theo Lagatz wach werden ließ. Unbeeindruckt vom deutlich verlorenen Einschlagen gegen diesen Ausnahmeakteur zeigte sich das Heimteam dennoch hochmotiviert. Nicht zuletzt, weil wir dieses Mal unseren ganz persönlichen Meister Yoda an der Seitenlinie hatten: Michael Seyfert.
Der Jahrhundert-Coach, der unsere zweite Damenmannschaft bereits im vergangenen Jahr zum Aufstieg geführt hatte, brachte eine bisher ungesehene Souveränität ins Spiel. So konnten wir uns im ersten Satz früh absetzen und diesen – nicht zuletzt dank unserer heiß gelaufenen Geschütze von der Aufschlaglinie – relativ sicher für uns entscheiden.
Doch so sollte es nicht bleiben. In den Sätzen zwei und drei hielten wir zwar stets mit, nichts war von Beginn an entschieden, doch unsere Feuerkraft vor und hinter der Drei-Meter-Linie ließ spürbar nach. Der Gegner drehte mit einer guten Mischung aus sehr harten und zugleich cleveren Lösungen deutlich auf. Im vierten Satz war allen klar: Jetzt heißt es Do or Die. Es ging hin und her, mal lagen wir vorne, mal leicht zurück – doch am Ende reichte es nicht. Unsere Anspannung in den entscheidenden Momenten führte dazu, dass die Handelsföderation aus Zwickau diesen Schlagabtausch souverän für sich entschied.
Aber wenn es im ersten Spiel nicht sein soll, dann vielleicht im zweiten.
Denn das Imperium ließ nicht locker und schickte die Separatisten aus dem Göltzschtal, um die vermeintlichen Überreste des Widerstands endgültig dem Erdboden gleichzumachen. Doch wir wollten uns nicht kampflos ergeben – auch wenn uns der zweite Gegner im Hinspiel wenig Hoffnung auf ausgeglichene Chancen gelassen hatte.
Trotz der 0:3‑Niederlage in der Hinrunde konnten wir dieses Mal mit bisher selten gesehenem Aufschlagdruck und einer aufgeweckten Feldverteidigung die ersten beiden Sätze souverän für uns entscheiden. Eine Spielweise, die unsere Drei-Felder-Halle zuletzt nur aus der vergangenen Saison von uns kannte.
Aber wir wären nicht der VCF, wenn alles einfach liefe. Im dritten Satz fanden wir nicht mehr zu unserem Drive zurück. Der Gegner schenkte uns keinen einzigen Punkt, während unsere eigene Fehlerquote stieg. So mussten wir Satz drei und vier an die Göltzschtaler abgeben.
Dann der fünfte Satz: 14:11 für den Gegner. Unser stärkster Aufschläger, Jonas Fänder, ging noch einmal an die Linie. Ein Augenblick später stand es 14:12. Jonas bringt den Ball ins Spiel, der Gegner greift an – Linienrichter und unsere Blockspieler waren sich sicher: keiner von uns war dran, und drin war der Ball garantiert nicht. Doch mit dieser Auffassung schienen wir allein zu sein. In der Crunch-Time wurde uns das Weiterspielen nicht gegönnt, und wir mussten uns den insgesamt dennoch sehr starken Göltzschtalern geschlagen geben.
Fazit:
Heimspiele sind echt anstrengend. Aber nach einem halben Jahr scheinen wir langsam auch in der Liga anzukommen. Einen von sechs möglichen Punkten konnten wir mitnehmen – keine zufriedenstellende Bilanz, aber ein Anfang. Und an genau diesen hoffen wir nun anknüpfen zu können.
(Tillmann Roßner)


